Whanganui-Ototoka-Beach
Whanganui-National-Park
Whanganui-Paddle-steamer
Whanganui-Stadtzentrum

Whanganui ist eine Stadt im gleichnamigen Distrikt an der Westküste der Nordinsel Neuseelands. Der Whanganui River fließt durch sie hindurch und endet in der Nähe des großen Hafens an der Flussmündung zur Tasmansee. Im Nordwesten des Flusses befindet sich der Großteil des rund 48.000 Einwohner zählenden, verstädterten Gebietes. Whanganui wird von den meisten Touristen nicht angesteuert, dabei hat der Ort einiges zu bieten und ist noch ein Geheimtipp, in dem man fernab der Massen die neuseeländische Kultur kennenlernen kann. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Durie Hill mit dem War Memorial Tower, der Queens Park mit zahlreichen Museen und Kunstgalerien, der schöne Virginia Lake sowie schwarze Sandstrände. Außerdem bieten sich Ausflüge auf dem Whanganui River und in den Whanganui National Park im Inland an. In der Vergangenheit gab es oft Unstimmigkeiten über die Namensgebung der Stadt, da man sich nicht einig war, ob dieser mit oder ohne „h“ geschrieben werden soll. Im Jahr 2009 erklärte man daher beide Schreibweisen für richtig. 2015 kündigte die Organisation „Land Information New Zealand“ jedoch an, dass sie den Distrikt endgültig in Whanganui mit „h“ umbenennen möchte. Dies entspricht auch der Aussprache und Rechtschreibung der ortsansässigen Maori. Hier erfahren Sie alles über die besten Attraktionen, die beliebtesten Aktivitäten, die verschiedenen Unterkünfte, das Klima und die Transportmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

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Whanganui Sehenswürdigkeiten

Kultur, Kunst & Museen

Whanganui ist einer der ältesten Orte Neuseelands. Die ersten Siedler kamen 1831 in die Region und 1840 folgten mehrere Missionare. Nach der Gründung von Wellington beschloss man an der Flussmündung des Whanganui River einen weiteren Ort zu errichten und kaufte 1840 Land von den Maori ab. In den folgenden Jahren kam es zu vielen Streitigkeiten zwischen den Einheimischen und den Kolonialisten. Heute geht es deutlich friedlicher zu, und dank der zahlreichen hier ansässigen Künstler ist das kulturelle Leben überraschend abwechslungsreich. Auf dem Whanganui Heritage Walk gelangt man durch die gesamte Innenstadt zu etwa 30 Sehenswürdigkeiten. Die reine Gehzeit beträgt etwa eine Stunde, wobei die Gesamtdauer der Tour mehrere Stunden betragen kann, je nachdem, wie viel Zeit man in den einzelnen Kultureinrichtungen verbringen möchte.

Die bedeutendsten Institutionen sind in den eindrucksvollen Gebäuden im zentralen Pukenamu Queens Park ansässig. Eine große Sammlung nationaler und internationaler Werke von dem 16. Jahrhundert bis heute besitzt die 1919 erstmals eröffnete Sarjeant Gallery. Auf die regionale Geschichte richtet das 1928 gegründete Whanganui Regional Museum (Webseite) seinen Fokus. Die Alexander Heritage and Research Library (1933), das Whanganui War Memorial Centre (1960) und weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich ebenfalls im Queens Park. Das Riverboat Museum (Taupo Quay) ist der Ausgangsort für eine Bootstour mit dem 1899 in London gebauten und mit Kohle betriebenen Raddampfer namens Waimarie. Während der etwa zweistündigen Fahrt entlang des Whanganui River darf man sogar selber Kohle in den Ofen schaufeln. Ein ähnliches Konzept findet sich im Tramways Museum (Moutoa Quay), das eigentlich eine historische Tram mit der Nummer 12 aus dem Jahr 1908 ist. Sie trägt den Namen Mable und fährt an Sonntagen am Flussufer entlang.

Die Stadt weist eine große Anzahl an verschiedensten Kunstgalerien auf. Besonders faszinierend sind die zerbrechlichen Gegenstände der Glaskünstler, die beispielsweise in der New Zealand Glassworks Gallery (Rutland Street) ausgestellt werden. In Whanganui hat man zudem die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen, bei denen man selber mit Glas arbeiten darf. Viele kreative Geister beschäftigen sich mit der Kunst des Töpferns, was man an den Werken im Quartz Museum of Studio Ceramics (Bates Street) erkennen und begutachten kann. Das Royal Whanganui Opera House, das Davis Lecture Theatre, das Whanganui Repertory Theatre, das Amdram Theatre, ein Kino, Konzertsäle und weitere Veranstaltungsstätten befinden sich ebenfalls in der Innenstadt. Abschließend wäre noch der Stadtteil Putiki südlich des Flusses zu erwähnen, in dem die 1936 erbaute St Pauls Memorial Church (Anaua Street) mit einem außergewöhnlichen Innenausbau voller Maori-Holzschnitzereien steht. Nicht weit entfernt gelangt man zum Putiki Marae, das früher ein Pa (= befestigtes Dorf) der Maori war.

Shopping & Märkte

Das Haupteinkaufsareal und Geschäftsviertel erstreckt sich entlang der lebhaften Victoria Avenue und läuft in den nahegelegenen Seitenstraßen aus. Auf den breiten Gehwegen lässt sich eine ausgiebige Shoppingtour unternehmen. Es gibt die gängigen Modekaufhäuser, individuelle Boutiquen, einige Vintage-Shops, gemütliche Buchhandlungen, Bankfilialen und weitere Geschäfte für jeden Bedarf. Am Taupo Quay befinden sich das Besucherzentrum und das Trafalgar Square Shopping Centre mit großem Supermarkt und praktischen Läden für den Alltag. Auf einem großen Parkplatz in derselben Straße findet jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr der Whanganui River Traders and Farmers Market statt. An den etwa 100 Ständen werden regionales Obst und Gemüse aus dem fruchtbaren Hinterland, hausgemachter Käse, warmes Essen, Süßigkeiten, Kunsthandwerk sowie andere schöne Dinge angeboten.

Restaurants, Cafés & Bars

Eine große Konzentration an verschiedenen gastronomischen Einrichtungen weisen die Victoria Street, die Guyton Street und die umliegenden Straßen auf. Zum Essen gehen bieten sich gehobene Restaurants, urige Gaststätten, authentische Fish-and-Chips-Shops und einige Fast-Food-Filialen an. Neuseeländische, europäische, japanische, thailändische, indische, chinesische, türkische, mexikanische und sogar Fusions-Gerichte stehen zur Auswahl. In einigen Pubs werden frisch gezapftes Bier der örtlichen Brauerei oder interessante Craft-Biere serviert. Ausgehen kann man in einigen Bars bis Mitternacht, danach haben jedoch nur noch sehr wenige Läden geöffnet. Sperrstunde ist um 3 Uhr morgens.

Natur & Parks

In der Stadt

Whanganui wird von einer fruchtbaren, hügeligen Landschaft umgeben, die von Flüssen, Seen und Wäldern durchzogen ist. Vom Stadtzentrum gelangt man über die Wanganui City Bridge zum Fuß der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, dem Durie Hill. Über die Treppen oder den schon seit 1919 betriebenen öffentlichen Fahrstuhl (kleine Gebühr) gelangt man hinauf zum War Memorial Tower (1926). Steigt man die Treppen des Kriegsdenkmals empor, so findet man sich auf einer 113 Meter hohen Aussichtsplattform wieder, von der an klaren Tagen sogar der Mount Ruapehu (Tongariro National Park) und der Mount Taranaki zu sehen sind.

Kulturell interessante Parkanlagen im Stadtzentrum sind der Queens Park (siehe oben „Kultur, Kunst & Museen“) und die benachbarten Moutoa Gardens. In der großen Sportveranstaltungsstätte der Cooks Gardens befindet sich zudem das Ward Observatorium. Ein wenig außerhalb der Stadt wären die Bason Botanic Gardens (Rapanui Road), der kurze Rundweg durch das Gordon Park Scenic Reserve und das private Vogelschutzgebiet im Bushy Park Reserve mit Spazierwegen zu erwähnen.

Whanganui River, Seen & angeln

Der 290 Kilometer lange Whanganui River verläuft vom Mount Tongariro durch den Whanganui National Park und durch das Stadtgebiet in die Tasmansee. Er ist der längste befahrbare Fluss Neuseelands und ideal zum Betreiben verschiedener Wassersportarten. Am Nordufer im Stadtzentrum wurde der große Kowhai Park mit Freedom-Campingplatz, Go-Kart-Bahn, Vergnügungszentrum, Minigolf, Skatepark und riesigem Spielplatz errichtet. Ein beliebter Badeplatz der Einheimischen ist der Mosquito Point, etwa 10 Kilometer weiter nördlich. Beim beliebtesten See handelt es sich um den Virginia Lake mit Wintergärten, Blumenbeeten und einem Rundweg (ca. 45 Minuten). Nicht weit entfernt liegt auch der Lake Westmere. Angeln kann man in den Flüssen (Forellen), den Küstenseen im Südosten (Barsch), am Strand (Schnapper, Kabeljau, Kahawai) und auf dem Meer (Zackenbarsch, Schnapper, Terakihi, blauer Kabeljau, Tintenfisch, Jungfische (Whitebait)).

Whanganui National Park & Wanderwege

Ein gutes Stück im Inland bieten sich Ausflüge in die dichten Wälder des Whanganui National Park zum Wandern, Campen, Mountainbike fahren, Angeln, Kanufahren oder Jagen an. Das Naturschutzgebiet ist ein wichtiger Rückzugsraum für zahlreiche Vogelarten, zu denen auch der Braune Kiwi gehört. Die bekannteste Sehenswürdigkeit, die Bridge to Nowhere, erreicht man über einen Wanderweg (ca. 3 Kilometer in 45 Minuten pro Weg). Sie wurde 1919 gebaut, um ein Areal zugänglich zu machen, welches wegen der Abgelegenheit jedoch nicht mehr genutzt wird. Der Atene Skyline Track ist ein guter Rundweg (ca. 6 bis 8 Stunden), dem man auch nur bis zum schönen Aussichtspunkt folgen kann (ca. 1 bis 2 Stunden). Ein Teil der Mountains to Sea Cycle Trail (ca. 3 bis 5 Tage) vom Tongariro National Park bis zum Castlecliff Beach verläuft durch den Whanganui National Park. Die benachbarte Waitotara Conservation Area ist ideal zum Jagen (Damhirsch, Ziegen, Schweine) und um dem Wanderweg entlang des Waitotara River zur Trains Hut zu folgen (ca. 12 Kilometer pro Weg in 4 Stunden).

Strände

Whanganui liegt an der South Taranaki Bight und besitzt vier Strände, deren Sand nach Norden hin immer schwärzer wird. Sie sind zum Wandern, Schwimmen, Surfen, Angeln und Relaxen geeignet. Den Anfang macht der wilde Castlecliff Beach. Das Südende nahe der Flussmündung des Whanganui River ist bei Surfern und Anglern sehr beliebt. Weiter geht es in Richtung Norden zum familienfreundlichen Kai Iwi Beach und zum abgelegenen Ototoka Beach mit Wasserfall. Im Süden der Stadt liegt der hellere South Beach. Vom Stadtzentrum gelangt man entlang des Flussufers zum Castlecliff Beach (ca. 9 Kilometer in 2 Stunden zu Fuß oder 30 Minuten mit dem Rad). Bei Ebbe kann man sogar bis zum Kai Iwi Beach (ca. 12 Kilometer in 2,5 Stunden) oder zum Okehu Stream (ca. 2 Stunden) laufen. Weitere Optionen zum Wandern stellen die Waitahinga Trails im Nordwesten der Stadt dar.

Festivals & Events

Im Folgenden findet man die beliebtesten jährlichen Veranstaltungen von Whanganui:

Whanganui Touren & Aktivitäten

Aufgrund der Nähe zum Whanganui River und der South Taranaki Bight sind Wassersportarten sehr beliebte Aktivitäten. Man kann schwimmen, surfen, windsurfen, raften, angeln und mit Kanus, Kajaks, Wasserski oder einem Jetboot fahren. Darüber hinaus werden geführte Touren, wie Stadtbesichtigungen, Boots- oder Kanu-Fahrten auf dem Fluss, Mountainbike-Trips, Reitexkursionen, Safaris und Jagdausflüge, angeboten. Außerdem stehen ein Freizeitbad, ein Vergnügungspark (Riverland Family Park mit Gokart-Bahn und mehr), ein Mountainbike-Parcours, ein Laserpark und Kurse zum Herstellen von Glaskunst zur Auswahl. Das Anmieten von Kajaks, Kanus oder verschiedenen Rädern ist ebenfalls möglich.

Unterkunft

Die Unterkünfte in Whanganui sind vielseitig und relativ preiswert. Für den gehobenen Anspruch gibt es einige chice Hotels, luxuriöse Ferienwohnungen am Whanganui River oder große Ferienhäuser mit Meerblick. Andernfalls bieten sich viele Motels, gemütliche Bed and Breakfasts, familiäre Gästehäuser, gesellige Backpacker-Hostels oder eine preiswerte Jugendherberge (YHA) an. Außerhalb des Stadtzentrums und an den Stränden haben sich mehrere Holiday Parks etabliert. Am Ufer des Whanganui River wurde zudem ein Freedom-Campingplatz errichtet.

Hinweis: Bei der Unterkunft auf dem Foto handelt es sich um das „The Avenue Hotel“ in Whanganui, das Sie in unserer Angebotssuche finden und bei uns buchen können.

Klima, Wetter & beste Reisezeit Whanganui

Das Klima von Whanganui ist moderat, maritim und einer der Schlüsselfaktoren für die produktive Landwirtschaft der Region. Das Jahr weist durchschnittlich stolze 2.100 Sonnenscheinstunden und nur etwa 900 Millimeter Regen auf. Dem angenehmen Frühling (September bis November / 8 °C bis 19 °C) folgt der warme Sommer (Dezember bis Februar / 13 °C bis 23 °C). Im Herbst (März bis Mai / 9 °C bis 21 °C) kühlen sich die Temperaturen allmählich ab und während der milden Winter (Juni bis August / 6 °C bis 14 °C) kann es zu Frost und Überflutungen kommen.

Bei der besten Reisezeit für Whanganui handelt es sich um die Monate von Oktober bis April.

An- & Weiterreise

An- & Abreise mit dem Auto

Whanganui liegt an der Kreuzung der State Highways 3 und 4. Über den State Highway 3 erreicht man im Nordwesten New Plymouth (ca. 160 Kilometer in 2 Stunden) mit dem faszinierenden Mount Taranaki und im Südosten Palmerston North (ca. 75 Kilometer in 1 Stunde). Auckland (ca. 450 Kilometer in 5,5 Stunden) und Wellington (ca. 200 Kilometer in 2,5 Stunden) sind ebenfalls sehr gut mit dem Mietwagen oder einem eigenen Fahrzeug erreichbar.

Hinweis: Bei dem Mietfahrzeug auf dem Foto handelt es sich um das Wohnmobil „Venturer“ von Britz, das Sie in unserer Angebotssuche finden und bei Gefallen natürlich auch über uns buchen können.

An- & Abreise mit dem Flugzeug

Der kleine Whanganui Airport befindet sich nur 6 Kilometer südlich des Stadtzentrums und sorgt für regelmäßige Linienflugverbindungen mit Auckland. Mit Taxis oder einem Mietwagen gelangt man nach Whanganui oder zu seiner individuellen Destination.

Nationale Busse

Das private Unternehmen InterCity verbindet Whanganui mit wichtigen Orten auf der Nordinsel Neuseelands. Hierzu gehören die drei täglich operierenden Busrouten Wellington – New Plymouth (über Palmerston North), Auckland – Palmerston North (über National Park Village (Tongariro Nation Park), Waitomo (Hobbiton) und Hamilton) und Whanganui – Wellington (über Palmerston North).

Züge

Bei der nächsten Zugstation handelt es sich um den Bahnhof in Marton, etwa 40 Kilometer östlich von Whanganui. Diese wird vom Northern Explorer regelmäßig angefahren.

Öffentliche Transportmittel / Transport vor Ort

Das Stadtzentrum von Whanganui ist sehr gut zu Fuß erkundbar. Mit einem Fahrrad kann man auch die etwas außerhalb gelegenen Stadtteile und Strände besuchen. Der Horizons Regional Council’ stellt die öffentlichen Busse von Let’s Go (Webseite) zur Verfügung. Von Montag bis Freitag verbinden mehrere Buslinien verschiedene Areale im inneren Stadtgebiet miteinander, wie beispielsweise Castlecliff, Springvale (Westen), Aramoho (Norden) und Whanganui East. Darüber hinaus existieren eine Samstagsroute, Schulbusse und Pendlerbusse. Weiterhin gibt es ein paar Taxis und Mietwagenfirmen.

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights​

Whanganui Bildergalerie

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Erste Eindrücke im Video​

Whanganui-National-Park-Bridge-to-Nowhere

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